DER NAME ALLAH UND DIE ZAHL 66

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€42.60 

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Fredy Bollag

Der Name Allah und die Zahl 66

Die Symbolik der Buchstaben und Zahlen als Grundlage theoretischer und praktischer Gottesweisheit und Ausdruck universaler Einheit der Religionen

240 Seiten Hardcover, Leinen, mit zahlreichen Abbildungen: arabischen Kalligraphien und farbigen Meditationstafeln; Tabellen und einem beigelegten Lesezeichen mit dem arabischen Alphabet und den Zahlenwerten der Buchstaben.
ISBN 978-9963-40-006-5
42,60 EUR (UVP) 

Die vorliegende Untersuchung enthält die Früchte jahrzehntelanger Forschungen eines Baseler Privatgelehrten. In einer ebenso akribisch wie phantasievoll angelegten Analyse zahlen- und buchstabenmystischer Dimensionen des arabischen Wortlautes koranischer Textpassagen gelingt ihm eine eindrucksvolle Darstellung der einzigartigen Stellung des Namens Allah und des tieferen Sinns heiliger Formeln und mystischer Praktiken. Als Eingeweihter des für seine zahlenmystischen Kenntnisse berühmten afrikanischen Tidjaniyya-Ordens kann er aus bislang unerschlossen gebliebenen Quellen schöpfen und kommt im Vergleich mit jüdischen, christlichen und altindischen Quellen zu verblüffenden Einsichten in die universale Bedeutung der Buchstaben und Zahlen.
Ist es der verborgene Sinn dieser „Chiffren des Schöpfers”, in die Göttliche Gegenwart zu führen, so gibt uns der Autor besondere Hilfsmittel an die Hand, sie erfolgreich zu nutzen: Neben Tabellen und arabischen Kalligraphien dienen sieben eingeschossene farbig gedruckte Meditationstafeln diesem Ziel. Den Zahlenmystiker erfreut sicher auch das beiglegte Lesezeichen (s. o.) mit den Zahlenwerten der Buchstaben des arabischen Alphabets.


Geleitwort: Wer gab den Wörtern die Bedeutung?

Uns Heutigen erscheint es vordergründig als müßige und bestenfalls entbehrliche Subtilität, Wörter auf ihren Klang und diesen auf sein numerisches Äquivalent hin zu untersuchen. Denn gelten uns Wörter als nurmehr blasser und beliebiger Ausdruck von Begriffen, die ihrem Inhalt und Umfang nach je etwas Bestimmtes – und oft genug Verschiedenes – unter sich befassen und erst zu Urteilen und diese zu Schlüssen verbunden werden müssen, damit sie Sinn und Bedeutung erhalten, dann kann die Absicht, mithilfe einer Bestimmung des Zahlenwertes von Wörtern und ihres Vergleichs deren hintergründigen Sinn zu erforschen, auf den ersten Blick sicher nur befremden. Daß ganz verschieden klingende Wörter gleichen Zahlenwertes der Sache nach ein und dasselbe zum Ausdruck bringen möchten, erscheint vor dem Hintergrund einer unübersehbaren Vielfalt sprachlicher Formen als haltlose Annahme. Denn nicht nur belehrt uns eine Fülle von Äquivokationen, Homonymien, darüber, daß dieselben Wörter eben verschiedene Bedeutungen haben können – dies eine Quelle des logischen Fehlschlusses der quaternio terminorum –, auch daß sich eine und dieselbe Sache in gänzlich verschiedenen Wörtern, Synonymen, einer und derselben oder auch verschiedener Sprachen ausgedrückt findet, könnte es als wenig sinnvoll, wenn nicht als unsinnig erscheinen lassen, der tieferen Bedeutung eines Wortes mithilfe der Numerik seines Klangs nachzuspüren.

Zudem könnte es scheinen, daß der Buchstaben- und Zahlenmystik, Gematria und Kabbalistik, wie kaum einer anderen der inzwischen vorzüglich exoterisch vermarkteten ehemals esoterischen Disziplinen bis heute ein Odem des unerbittlich Geheimnisvollen, zugleich des erbsenzählerisch Verschrobenen in einer Weise anhaftet, der mit dem Tragischen auch das Komische nicht fehlt. Ist nicht der Zauberlehrling, dem gerade im wichtigen Augenblick die richtige Formel fehlt – seien es abrakadabra, hokuspokus oder simsalabim –, eine klassische Karrikatur, dem Alchemisten nicht unähnlich, der antritt, aus allem Möglichen Gold herzustellen!

Dennoch, auch wenn jene Abziehbilder wichtigtuerischen Nonsenses uns zu vorschnellem Urteil verlocken, die Buchstaben- und Zahlensymbolik wird in ihnen dabei doch so wenig kritisiert, wie sie bei näherem Zusehen sich recht eigentlich als – wenn auch unverstandener – Ausdruck gerade besonderer Hochschätzung erweisen. Denn seien abrakadabra, simsalabim und hokuspokus auch Verballhornungen bekannter sakraler Formeln, der Alchemist wird bislang völlig zu unrecht als scheiternder Chemiker mißverstanden. War er nicht Naturforscher, sondern ein Psychologe der Erleuchtung und bildete er das Gold im Herzen der Menschen aus, so dienen auch Zahlen- und Buchstabensymbolik der geistigen Entwicklung des Menschen und haben als eine Grundlage von Meditation und Gottgedenken zugleich einen praktischen Wert.

Und was jene Mehrdeutigkeiten von Wörtern, Äquivokationen und Synonymien betrifft, sie könnten, einmal näher in Augenschein genommen, als Ausdruck dessen, daß die Wörter nicht mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet werden, nachgerade einen guten Sinn erhalten.

Denn tatsächlich beruht unsere modern-polyglotte Skepsis der Zahlen- und Buchstabenmystik gegenüber auf einem kapitalen Mißverständnis bzw. dem Vorurteil oder der stillschweigend vorgenommenen Entscheidung einer Frage, die seit Jahrtausenden die Sprachforscher beschäftigt hat, der nämlich des Verhältnisses eines Wortes zu seiner Bedeutung. Die Frage lautet: Wer gibt den Wörtern ihre Bedeutung? Haben Wörter ihre Bedeutung von Natur aus oder gesetztermaßen, physei oder thesei? Ist es das Wort selbst, dem ein unverbrüchlicher Eigensinn, eine natürliche Bedeutung eignet, oder haben Wörter ihren Sinn per definitionem, durch menschliche Vereinbarungen, also willkürlich erhalten? – Hat es die moderne Sprachwissenschaft vorgezogen, einer dezidierten Klärung dieser Frage aus dem Weg zu gehen oder sie als im Sinne der thesei-Variante längst für entschieden und als solche selbst für überholt zu halten, ist sie bis heute eigentlich gänzlich unentschieden geblieben und so brisant und aktuell wie vor über zweitausend Jahren, da sie, beispielsweise in Athen, die Gemüter aufs heftigste erhitzte. Da stehen Demokrit, Hermogenes und Aristoteles auf der thesei-Seite der Skeptiker, während Heraklit, Kratylos, Pythagoras, viele Sophisten, Sokrates und Platon, Epikur und die Stoa und auch die Mystiker und Gnostiker mit dem Gewicht ihrer Weisheit für einen natürlichen Ursprung der Sprache, dafür nämlich eintreten, daß Wörter aus ihrer genuinen Natur als Wörter, physei, ihre Bedeutung haben.

Es kann hier die Frage des Ursprungs der Sprache nicht abschließend geklärt, sondern nur daran erinnert werden, daß es trotz zahlreicher Homonymien, Synonymien, Polynymien moderner Sprachformen doch einen gemeinsamen Ursprung der Sprache, eine heilige Ursprache geben kann, die sich durch „babylonische“ oder andere Verwirrungen bis auf den heutigen Tag nur vielfach verirrt hat, da, „seitdem in Zweige und Blätter die Sprache sich geschieden, das Weltall auf seinem Wege vom TAO abgewichen“ war. Daß in den gesprochenen Sprachen des Erdkreises bis heute Spuren einer uralten Sprache fortleben, dies hielt der Sprachforscher und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz für eine Tatsache. Daß es sich lohnt, den Zeugnissen einer heiligen Ursprache im alltäglichen Sprachgebrauch lebender Sprachen nachzuforschen, ist die Auffassung Arnold Wadlers, der er in einer ganzen Zahl von Arbeiten folgt.

Gegenüber von der Fülle des Bestandes ausgehenden Sprachforschungen hat die vorliegende Abhandlung es sich vergleichsweise einfach gemacht. Denn sie konzentriert sich auf ein einziges Wort und wirft auf dem Ozean der Sprachen dieses als einen Anker der Orientierung aus. Es ist der Name Allah, √”°”°Ã. Die Buchstaben- und Zahlenforschung dieses Buches geht von diesem Namen aus, um nach einem längeren Weg wieder zu ihm zurückzufinden. Auf ihm erweisen sich Zahlen- und Buchstabenmystik als eine besondere Quelle der Weisheit: als ein nützliches Mittel, in die universale Bedeutung des Namens Allah und dessen Geheimnisse einzuführen, und als ein Leitfaden zur Entdeckung und Hebung wahrer Schätze aus den endlosen Meeren der Barmherzigkeit unseres Schöpfers. Dem Eingeweihten ist sie zugleich eine wichtige Stütze, hilft sie ihm doch bei der Meditation und erleichtert sie es ihm, den Heiligen Namen in Hingabe an Ihn zu verwirklichen. Alhamduli-Llâh, Preis sei Gott, dem Herrn der Welten, dem Gnädigen und Barmherzigen, dem König am Tage des Gerichts! Dir dienen wir, und Dich bitten wir: Führe uns den rechten Weg! Den Weg derer, denen Du gewogen bist, nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der Irrenden!

Die vorliegende Untersuchung enthält die Früchte jahrzehntelanger Forschungen eines Baseler Privatgelehrten. In einer ebenso akribisch wie phantasievoll angelegten Analyse zahlen- und buchstabenmystischer Dimensionen des arabischen Wortlautes koranischer Textpassagen gelingt ihm eine eindrucksvolle Darstellung der einzigartigen Stellung des Namens Allah und des tieferen Sinns heiliger Formeln und mystischer Praktiken. Als Eingeweihter des für seine zahlenmystischen Kenntnisse berühmten afrikanischen Tidjaniyya-Ordens kann er aus bislang unerschlossen gebliebenen Quellen schöpfen und kommt im Vergleich mit jüdischen, christlichen und altindischen Quellen zu verblüffenden Einsichten in die universale Bedeutung der Buchstaben und Zahlen. Ist es der verborgene Sinn dieser „Chiffren des Schöpfers”, in die Göttliche Gegenwart zu führen, so können wir diesem Buch nur Erfolg wünschen.

Bonndorf im Schwarzwald,
im Januar 1996 
Salim Spohr

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